Der Biobauer hat es eilig mit seinem Projekt Mitgliederladen und will „in ein persönliches Gespräch gehen.“ Demnächst werden wohl alle ernsthaft interessierten Personen und Kreise eine Einladung erhalten, die können sich dann gezielt über die Termine des Gesprächs informieren. Allerdings macht mich stutzig, warum nur interessierte Personen und Kreise eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch erhalten und dann den Termin gezielt erfahren? Sieht aus wie eine konspirative Geheimsitzung.
Ich denke mal, Kritiker will man fernhalten. Das ist auch aus der Aussage in dem o. a. Kommentar im Homberger-Hingucker zu entnehmen, in dem der Biobauer meint, mit einigen Usern weiter über einen Mitgliederladen zu diskutieren, sei so effizient, wie „Wasser in die Efze zu schütten.“ Solche Sprüche und die Geheimniskrämerei über die Gesprächstermine mehren meine Zweifel an der Seriösität des Projekts Mitgliederladen erheblich.






Die Wellen schlagen hoch im Homberger-Hingucker Blog.
Der User Crocc führt hier die genossenschaftlichen Zusammenschlüsse von Raiffeisen, Volksbank, KBG, etc. für den Mitgliederladen an.
Um bei diesen Beispielen zu bleiben, müsste das Projekt Mitgliederladen auch so aussehen. Demzufolge müsste sich der Biobauer mit anderen regionalen Erzeugern und Vermarktern zu einer Genossenschaft zusammenschliessen um hier genossenschaftlich zu agieren. Das will man aber nicht, denn die Erzeuger und Vermarkter wollen das unternehmerische Risiko nicht tragen, sondern sehen den Profit und den soll ihnen der Kunde über das normale Einkaufen mit monatlichen Mitgliedsbeiträgen, Aufnahmegebühr und zinslosem Darlehen sichern.
Ich hoffe mal, die Homberger Bürger sind nicht so dumm, sich bei dem Projekt Mitgliederladen einzukaufen, um damit einen Teil ihrer freien Kaufentscheidung aufzugeben
Wenn man aus der Gründungsversammlung schon ein Geheimnis macht, dann kann man auch davon ausgehen, dass der Laden in erster Linie die elitäre Käuferschicht Hombergs bedienen soll, also die, die sich eine Zwangsbindung an den Laden leisten wollen und können. Doch leider bleiben dann die Bürger mit kleinem Einkommen in der Innenstadt aussen vor, die weiterhin keine Möglichkeit haben, auf dem Homberger Marktplatz regionale Erzeugnisse kaufen zu können, wie dies z. B. in Fritzlar und Melsungen der Fall ist.
Soviel zum sozialen Denken der Parteifraktionen in Homberg. Da ist manchen das grüne Hemd näher als die Hose!