Am Samstag wieder mal den Biobauer aus Mühlhausen an seinem grün-weiß gestreiften Stand auf dem Homberger Marktplatz besucht. Benjamin war nicht mehr da, heute bediente eine „Benjamine“ die Kunden. Heute gab es keine abgepackten Eier, heute befanden sich die Eier – alle schön Öko-kontrollgestempelt – auf einer Palette und wurden nach Bedarf in einen Eierkarton von BIOLAND umgepackt. Damit lässt sich auch nachvollziehen, wo das Ei herkommt, aus einem zertifizierten BIOLAND-Betrieb.
Mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum der Eier tat sich der Biobauer noch schwer. Das stand nämlich nicht auf dem BIOLAND-Eierkarton. Darauf angesprochen musste das die Benjamine erst bei der Biobäuerin erfragen, um es dann auf den Eierkarton zu schreiben. Handsigniert sozusagen, das hat man nicht alle Tage. Wie gut, dass es Handys gibt, sonst hätte man vermutlich würfeln müssen.
Ganz besonders interessant fand ich, wie schnell der Biobauer aus einem einfachen Bio-Ei ein BIOLAND-Ei macht. Glauben Sie nicht? Sehen Sie selbst:

Eben noch ein einfaches Bio-Ei für 0,35 Euro/Stück….

…und zehn Minuten später aufgenommen war’s ein BIOLAND-Ei, auch noch für 0,35 Euro, nehme ich mal an, Zentimeter werden ja nicht gemeint sein. Wenn man dem Öko-Stempel auf dem Ei trauen darf ist es tatsächlich ein BIOLAND-Ei.
Für was dann das Herumgeeiere mit der Auszeichnung? Auch die Währung sollte man schon hinter den Preis schreiben, wahrscheinlich sind hier Euro gemeint, nicht dass die Kunden noch denken, man könnte mit DM oder in Lire bezahlen. Oder darf sich das der Kunde aussuchen?
Ich denke mal, da muss der Biobauer noch einiges lernen, bis er sich an das Mitgliederladen-Projekt herantrauen sollte, wenn es bei so einfachen Dingen schon klemmt.





